Dorferneuerung: Vorstandssitzung 11.07.2017

Beiträge zum Thema Dorferneuerung WallgauEinladung

zur öffentlichen Sitzung des Vorstandes
am Dienstag 11. Juli 2017 um 19 Uhr
im Rathaus.

Mit Sitzungsbericht

Tagesordnung:

  1. „Alpengarten“ – Neugestaltung des Kurvenbereichs an der Sonnleiten
  2. Aktuelles zu Dorfplatz und Kirchenböbl
    Sonstiges

Teilnehmergemeinschaft Wallgau
Die Vorsitzende des Vorstandes

Ländliche Entwicklung in Oberbayern
Dorferneuerung Wallgau
Gemeinde Wallgau, Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Disclaimer
Quelle: Aushang am Rathaus Wallgau

Informationen zur Arbeit des Vorstandes:
Wir möchten die Wallgauer Bürgerinnen und Bürger auf Woiga.de auch angemessen über die Arbeit des Vorstandes in den letzten Jahren informieren. Im Dezember 2015 wurde uns von Seiten des Vorstandes mehrfach zugesichert die Protokolle der öffentlichen Vorstandssitzungen zur Veröffentlichung zu erhalten. Sobald uns die Protokolle vorliegen, können Sie diese unter dem Schlagwort Vorstand Dorferneuerung aufrufen.

Sitzungsbericht:

Der nachfolgende Bericht wurde von mir als Zuhörer der Sitzung geschrieben. Ich haben ihn nach bestem Wissen verfasst und erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Das offizielle Sitzungsprotokoll kann bei der Vorstandschaft der TG (Dorferneuerung) angefragt werden.

Zu Beginn der Sitzung begrüßte Bgm. Hansjörg Zahler Frau Pavoni vom ALE (Amt für Ländliche Entwicklung) und sechs der neun Vorstandsmitglieder der TG (Albert Neuner, Alfons Goppel, Anton Sprenger, Kathrin Simon, Bernhard Neuner jun. und Alois Fichtl). Albert Neuner (Hackl) hatte sich entschuldigt. Franz Breith war in seiner Funktion als Bauhofleiter anwesend. Außerdem konnte der Bürgermeister fünf Zuhörer begrüßen, darunter die Gemeinderäte Karlheinz Schwaiger (WWV) und Hans Baur (JM). Alle Anwesenden, auch die Zuschauer, nahmen am Sitzungstisch Platz.

TOP1:

Frau Pavoni teilte die neuen Pläne zu einem kleinen Alpengarten am oberen Ende der Hölle an die Anwesenden aus. Mit einer Treppe und einer Bank, sowie einer Bepflanzung mit Latschen, Zwergweiden, Alpenrosen und Gräsern will man die Steilstelle umgehen und die Brachfläche verschönern. Die veranschlagten Kosten wurden mit 10.600 € beziffert.

Auf Nachfrage wurde vom ALE mittlerweile bestätigt, dass es möglich ist, dass die Gemeinde die Ausführung übernimmt. In diesem Fall trägt das ALE die Kosten für das Material und die Gemeinde stellt die Arbeiterkräfte. Kosten für mögliches Hilfspersonal würden vom ALE erstattet.

In der anschließenden Diskussion wurde über die Ausführung der Stufen und des Geländers diskutiert. Die Pläne sehen acht sogenannte Blockstufen aus Granit mit einem Zwischenpodest vor. Kritik gab es an der Ausführung mit Blockstufen, da diese optisch sehr von den Stufen weiter unten am Weg zu einem Privatgrundstück abweichen; diese sind mit Betonkantensteinen und anschließenden Granitwürfeln gebaut. Unter Berücksichtigung der Griffigkeit und dass die geplante Treppe im Winter Tausalz ausgesetzt wird, entschied man sich für Granitleistensteine mit dahinter liegendem Granitwürfelpflaster.

Das Geländer ist laut den vorliegenden Entwürfen aus Metall mit einem Handlauf aus Holz geplant. Nach einer kurzen Diskussion entschied man sich jedoch für ein reines Edelstahlgeländer. Frau Pavoni stellte in Aussicht, dass ein erneuter Entwurfs- und Kostenplan in vier Wochen fertig gestellt wird, so dass die Arbeiten im Herbst beginnen können.

TOP2:

Bürgermeister Zahler informierte über die kleinen Fortschritte zum Thema Kirchenböbl aus der letzten Gemeinderatssitzung vom 01.06.2017. Verfolgt werden immer noch beide Optionen. 1. Verkauf mit Erhalt des Anwesens und 2. Abriss und Neubau durch die Gemeinde.
Derzeit laufen Gespräche mit weiteren Kaufinteressenten sowie mit den möglichen Mietern Fr. Diener, Fam. Leismüller, dem Apotheker und den Landwirten, die einen Dorfladen planen. Eine neue Kostenschätzung durch Architekt Otto Kurz für einen Neubau ergeht mit der nächsten Einladung an die Gemeinderäte. Derzeit laufe noch eine Anfrage an den Kreisbaumeister zum Thema Brandschutz bei Erhalt und Neubau, auch das Wertgutachten wird demnächst fertig sein.
Für allgemeine Fragen zu einem möglichen Verkauf kann man sich vom Bayerischen Gemeindetag kostenlos beraten lassen, für spezielle Fragen würde man sich fachmännische Unterstützung holen. Nach Meinung des Bürgermeisters kann sich die Gemeinde glücklich schätzen, dass wir in der Lage sind, aus mehreren Optionen auszuwählen.

Zum Thema REWE müssen wir davon ausgehen, dass der einzige Wallgauer Supermarkt tatsächlich schließt; zu Gerüchten, dass dies nicht so kommt und dass sogar eine Vergrößerung geplant ist, hat der Bürgermeister keine Informationen. Über die Daseinsvorsorge wird in der nächsten und übernächsten Gemeinderatssitzung diskutiert.

In der folgenden, teilweise hitzigen, Diskussion wurde von Seiten einiger Vorstandsmitglieder deutliche Kritik in Richtung des Gemeinderates geäußert. „Für eine Entscheidung wird man immer und immer wieder auf die nächste Sitzung vertröstet. Worauf wartet man noch?“ so eine Stimme aus dem Vorstand. „Der Vorstand sei lediglich eine Alibiveranstaltung, die nötig ist, um Fördergelder zu erhalten, ansonsten wird die jahrelange Arbeit nicht ausreichend geschätzt.“ Die Arbeit des Vorstandes war vorbildlich, ich könnte sofort entscheiden, meinte der Bürgermeister, er sei aber den Gemeinderäten verpflichtet, alle nötigen Informationen für eine Entscheidung bereitzustellen.

„Der Vorstand der Teilnehmergesellschaft hat längst seine Richtung festgelegt, der Gemeinderat soll jetzt endlich entscheiden“, so eine weitere Meinung aus dem Vorstand. Von Seiten eines anwesenden Gemeinderats gab es eine energische Reaktion auf die Kritik. „Der Gemeinderat trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen und lässt sich nicht vorschreiben, wann und wie er entscheidet“. Frau Pavoni stimmte der Kritik am Gemeinderat zu. In den langen Arbeits- und Entscheidungsprozessen der DE, die eine Entscheidungsfindung erleichtert hätte, waren viele der Gemeinderäte nicht sichtbar.

Bürgermeister Zahler rechtfertigte die lang andauernde Entscheidungsfindung. Dies sei  ein basisdemokratischer Prozess, da muss der Gemeinderat abwägen. Eine Entscheidung wird in den nächsten beiden Gemeideratssitzungen erfolgen.

Zahler mahnte: „Wir dürfen keine Fronten zulassen, wir müssen sagen was wir wollen und dann entscheiden. Die Fülle der Informationen können nicht die bevorstehende Entscheidung ersetzten. Wir stehen an einem Scheideweg, mit dem eingeschlagenen Weg Richtung Gesundheitstourismus haben wir eine Ausrichtung mit Signalwirkung“.

Nachdem es keine weiteren Wortmeldungen mehr gab, schloss Bgm. Zahler die Sitzung um 20.20 Uhr.

Lesen Sie hier auch unseren Sitzungsbericht zur letzten Vorstandssitzung am 10.05.2017.

WBE

 

1 Kommentar

  1. Dilfer
    15. Juli 2017    

    “ Der Gemeinderat lässt sich nicht vorschreiben wann er entscheidet „, richtig. Leider wurde in den letzten
    Jahren nichts entschieden was die Gemeinde weiterbringt. Ich kann den berechtigten Ärger der TG
    verstehen.

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